Eine Schönheitsoperation oder eine medizinisch notwendige Operation im weiblichen Intimbereich nimmt man nur vor, wenn sie tatsächlich notwendig ist. Eine Klitorisverkleinerung wird in der Regel nur vorgenommen, wenn die Klitoris - auch Kitzler genannt - missgebildet oder zu groß ist. Tatsächlich sind solche Entwicklungsstörungen aber selten.
Bei einer Vergrößerung kann man die Klitoris operativ verkleinern. Dies zieht Gefäße und Nerven in Mitleidenschaft. In den meisten Fällen genügt eine Straffung der Haut oberhalb der Klitoris. Gegebenenfalls kann die Lage der Klitoris nach unten korrigiert werden. Die Operation kann wahlweise unter örtlicher Betäubung, mit zusätzlichen Beruhigungsmitteln bzw. unter Halb- oder Vollnarkose mit einer Art Laserskalpell durchgeführt werden, damit sie möglichst präzise und blutungsarm verläuft. Beiderseits der Klitoris werden kleine Hautlappen entfernt und dann die Nähte mit einem Material verschweißt, das sich selbst auflöst. Ein Krankenhausaufenthalt ist in der Regel nicht nötig.
Postoperativ ist bei der straffenden Klitorisverkleinerung mit relativ geringen Beschwerden zu rechnen, die bereits nach einem Tag abklingen. Geschlechtsverkehr sollte man allerdings erst vier Wochen später wieder haben. In den vierzehn Tagen nach der Operation darf man keine Tampons verwenden, da die Nähte einer mechanischen Reizung noch nicht standhalten. Daher sollte man auch das Sport treiben unterlassen. Eventuelle Schwellungen und Blutergüsse klingen meist schnell wieder ab. Bei der Verlegung der Klitoris nach unten hat man möglicherweise mehr Schmerzen, aber ansonsten gelten dieselben Regeln.

